Mit nur 1-2% des Tumors stellen Gliomstammzellen eine kleine Fraktion, aber mit eigenen molekularen Profilen  und ausgeprägte Mechanismen der Therapieresistenz dar. Gliomstammzellen können nach einer Radio-Chemotherapie den Tumor regenerieren und so zelluläre Quelle des Tumorrezidivs sein. Die individuellen Eigenschaften dieser Populationen von Stammzellen werden letztlich das Ergebnis jeder Therapie wesentlich mitbestimmen.

Charakteristikum dieser Zellen ist die Fähigkeit zu klonalem und tumorigenen Wachstum in undifferen-ziertem Zustand, die Fähigkeit durch asymmetrische Teilung Folgepopulationen verschiedener Differenzierung zu generieren. Dieses resultiert nach Therapie in einem heterogenen Tumorrezidiv.

  Die Rolle der Gliomstammzellen im Tumorrezidiv 

Im undifferenzierten Zusatnd (self-renewal)wachsen Stammzellen. Die Fähighkeit zu Differenzieren ist ein wichtiges Kriterium der Stammzelleigenschaft

Die omics-basierte Diagnostik erfordert deshalb zwangsläufig sehr viel umfangreichere Analysen als „nur“ die Sequenzierung eines Tumorgenoms, oder die Bestimmung individuell dysfunktionaler Gene in einer Tumorprobe. Es werde vielmehr 4-dimensionale Analysen zu Schlüsselzeitpunkten des Erkrankungsverlaufs (Erst-diagnose, Rezidiv und Progress) mehrerer Tumorregionen, sowie die integrale Analyse von Funktionszuständen ganzer Signalwege verschiedener Zellsubpopulationen, einschließlich der Tumorstammzellpopulation erforderlich. Wegen der geringen Zahl im Tumorvolumen erfordert dieses aber die Isolation von Stammzellen, was heute nur in Zellkultur möglich ist. Dieses ist eine Aufgabe, die bislang weit jenseits der Routineverfahren zu sehen ist.

OmicsGlioma - personalisierte Therapie für Hirntumore

Neurochirurgie Universitätsmedizin Mainz
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